Zurück zum Ursprung – Die Geschichte der Edelmetalle

Einleitung

Edelmetalle wie Gold, Silber oder Platin sind für ihre Seltenheit, ihren Glanz und ihre chemische
Beständigkeit bekannt – und faszinieren die Menschheit seit Jahrtausenden. Bereits in der
Vorgeschichte wurden sie nicht nur als Werkstoffe genutzt, sondern auch als Statussymbole,
Tauschmittel und spirituelle Zeichen.
Bei m&k verstehen wir „zum Ursprung zurückkehren“ als bewusste Auseinandersetzung mit
dieser Geschichte – technisch, ethisch und kulturell. Auch wenn wir heute hochmoderne
Verfahren zur Edelmetallanalyse einsetzen, beginnt unsere Arbeit immer mit Respekt vor dem,
was diese Stoffe über Jahrtausende bedeutet haben.

Erste Goldfunde – Varna (Bulgarien)

Die Varna-Nekropole südlich des Schwarzen Meeres gilt als ältester bekannter Goldfundort der
Menschheitsgeschichte. Archäologen datieren über 3.000 Grabbeigaben auf etwa 4600–
4200 v. Chr., darunter fein gearbeiteter Goldschmuck mit einem Gesamtgewicht von mehr als 6 kg
(Chapman & Gaydarska, 2004; Tsonev, Stoyanov & Georgiev, 2006). Diese Funde zeigen: Gold
war bereits in der Kupferzeit ein Symbol für Status, Macht und rituelle Bedeutung – lange bevor es
als Währung genutzt wurde.

Gewinnung im Frühstadium

Früheste Kulturen entwickelten Methoden, um Edelmetalle wie Gold aus ihrer natürlichen
Umgebung zu gewinnen:

  • Placerabbau: In Flusssedimenten vorkommendes Gold wurde mit einfachen Holzschalen
    oder Tierhäuten ausgewaschen – ähnlich wie beim Goldwaschen im 19. Jahrhundert (Stull
    et al., 2002).
  • Fire-Setting: Um härtere Gesteinsschichten zu erschließen, erhitzte man den Stein mit
    Feuer und kühlte ihn anschließend mit Wasser, was zu Spannungsrissen führte. Diese
    Technik ist unter anderem aus prähistorischen Bergwerken in Frankreich belegt (Needham,
    Christian & Davis, 2007).
  • Erste Schmelzverfahren: Ab etwa 4000 v. Chr. wurden in Mesopotamien Metalle wie Kupfer
    geschmolzen – der Beginn metallurgischer Verfahren, aus denen später auch die
    Edelmetallverarbeitung entstand (Killick, 2011).

Die Bronzezeit – kein Edelmetall, aber ein Meilenstei

Auch wenn Kupfer und Zinn keine Edelmetalle sind, markieren sie einen entscheidenden
Entwicklungsschritt: Die Herstellung von Bronze, einer Legierung dieser beiden Metalle,
ermöglichte erstmals die gezielte Herstellung robuster Werkzeuge und Waffen. Um 2500 v. Chr.
begann die großflächige Verbreitung dieser Technik in Anatolien und Europa (Mittler, 2000).
Während Edelmetalle vor allem für symbolische Zwecke genutzt wurden, revolutionierte Bronze
das Alltagsleben – und die gesellschaftliche Organisation voller Edelmetalle.

Die ersten Münzen – Edelmetall als Standard

Einen weiteren großen Schritt in der Geschichte der Edelmetalle vollzog das Königreich Lydien um
630 v. Chr. mit der Prägung der ersten Münzen aus Elektrum, einer natürlichen Legierung aus Gold
und Silber. Diese standardisierten Zahlungsmittel schufen ein neues Maß an Vertrauen im Handel
– unabhängig von persönlichem Gewicht oder Reinheit des Metalls (Houghton & Lorber, 1993;
Howgego, 1995). Edelmetalle wurden dadurch nicht nur wertvoll, sondern verbindlich.

Goldwaschen an der Saale – unsere Region, unsere Geschichte

Auch im heutigen Thüringen – unweit unseres Firmensitzes – spielte Edelmetallgewinnung
historisch eine Rolle: Insbesondere an der Schwarza, einem Nebenfluss der Saale, wurde ab dem
Mittelalter systematisch Gold gewaschen.
Bis ins 19. Jahrhundert hinein nutzten Goldwäscher sogenannte Seifengoldvorkommen in den
Flusssedimenten. Besonders im Raum Bad Blankenburg und Rudolstadt war diese Form der
Rohstoffgewinnung verbreitet. In den besten Zeiten sollen im Schwarzagebiet mehrere Kilogramm
Gold pro Jahr gewonnen worden sein – und es gibt Berichte über historische „Golddukaten“ aus
regionalem Flussgold (Goldsucher.de, o. J.-a; o. J.-b).
Auch heute noch finden Hobby-Goldsucher mit etwas Glück winzige Goldflitter – ein Stück
lebendige Geschichte in unserer unmittelbaren Umgebung.
Diese regionale Tradition zeigt: Edelmetalle sind hier nicht nur Gegenstand unseres Handwerks,
sondern auch Teil der Landschaft und Kultur, in der wir leben und arbeiten.

m&k gmbh im Spiegel dieser Geschichte

Was wir bei m&k gmbh tun, steht in einer langen Reihe technischer, gesellschaftlicher und
symbolischer Entwicklungen. Unser Schwerpunkt liegt nicht auf der Veredelung von Edelmetallen,
sondern auf ihrer fachgerechten Analyse, der sorgfältigen Aufbereitung und dem
verantwortungsbewussten Recycling.
Unsere tägliche Arbeit beginnt oft dort, wo andere aufhören: mit scheinbar wertlosen
Rückständen, Produktionsresten oder Altmaterialien. Was wir daraus gewinnen, ist mehr als
reines Metall – es ist ein Beitrag zur Ressourcenschonung, zur Transparenz in
Wertschöpfungsketten und zu einem verantwortungsvollen Umgang mit seltenen Rohstoffen.
Denn Edelmetalle haben zwar eine Jahrtausende alte Geschichte – aber auch eine Zukunft. Und
die gestalten wir mit: präzise, nachhaltig und mit einem klaren Bewusstsein dafür, was wir tun –
und was wir nicht tun.

Fazit

Die Geschichte der Edelmetalle erzählt vom Menschsein: von Erfindungsgeist, Symbolik,
Austausch und Verantwortung. Bei m&k gmbh verstehen wir uns als Teil dieser Geschichte – mit
aktuellem Know-how, aber mit einem Blick für das, was dahinter liegt. Denn manchmal beginnt die
Zukunft genau dort, wo wir den Ursprung verstehen

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